Lernstand 5 - Vorgaben

Schulgesetz § 114 Evaluation

(1) Die Schulen führen zur Bewertung ihrer Schul- und Unterrichtsqualität regelmäßig Selbstevaluationen durch; sie können sich dabei ergänzend der Unterstützung sachkundiger Dritter bedienen. Das Landesinstitut für Schulentwicklung führt in angemessenen zeitlichen Abständen Fremdevaluationen durch, zu deren Vorbereitung die Schulen auf Anforderung die Ergebnisse und Folgerungen der Selbstevaluation übersenden. [...]

(2) Das Kultusministerium kann Schüler und Lehrer verpflichten, an Lernstandserhebungen von internationalen, nationalen und landesweiten Vergleichsuntersuchungen teilzunehmen, die schulbezogene Tatbestände beinhalten und Zwecken der Schulverwaltung und der Bildungsplanung dienen; die Erhebung kann sich auch auf außerschulische Bildungsdeterminanten beziehen, soweit es den Schülern und Lehrern zumutbar ist.

(3) Das Kultusministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnungen zu den Themen, den Methoden, dem Verfahren und dem Zeitpunkt der Evaluationen nähere Bestimmungen zu erlassen.

Gesetz zur Änderung des Schulgesetzes für Baden-Württemberg vom 18. Dezember 2006, GBI., Nr. 15 vom 28. Dezember 2006, S. 378


Referenzrahmen KMK-Standards

Die Kultusministerkonferenz hat im Oktober 2004 Bildungsstandards für den Primarbereich in Deutsch und Mathematik verabschiedet. Die KMK-Bildungsstandards sind abschlussbezogen und damit für das Ende der Klasse 4 definiert. Sie gelten auch für die Grundschulen in Baden-Württemberg.

An der Schnittstelle zwischen Grundschule und weiterführenden Schulen orientiert sich das Verfahren Lernstand 5 an diesen Bildungsstandards des Primarbereichs.


Verwaltungsvorschrift zu Lernstandserhebungen

Das Verfahren Lernstand 5 wird verpflichtend durchgeführt. Lernstandserhebungen werden nicht benotet und sind nicht Teil der Leistungsbewertung des Schülers.

Die Bestimmungen werden in einer Verwaltungsvorschrift geregelt. Darin heißt es bezüglich Lernstand 5:

“Zentrale Lernstandserhebungen werden durchgeführt [...] in der Klasse 5 der auf der Grundschule aufbauenden Schularten in Deutsch und Mathematik mit dem Verfahren Lernstand 5. [...]

Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen werden mit den Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und in den zuständigen Lehrer- beziehungsweise Lerngruppenkonferenzen besprochen. Auf Wunsch werden die Lernstandserhebungen nach ihrer Auswertung den Schülerinnen und Schülern zum Verbleib mitgegeben. Die Termine der Lernstandserhebungen werden vom Kultusministerium festgelegt.

Diese Verwaltungsvorschrift tritt am 1. August 2016 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zu den Vergleichsarbeiten vom 30. April 2014 (K.u.U. S. 121) außer Kraft.”


Verwaltungsvorschrift zum Übergang Grundschule auf weiterführende Schulen

In der “Verwaltungsvorschrift des Kultusministerium über das Aufnahmeverfahren für die auf der Grundschule aufbauenden Schularten; Orientierungsstufe” wird die Entwicklung von Förderkonzepten und die Durchführung von Fördermaßnahmen in der Orientierungsstufe vorgeschrieben. Darin heißt es unter “4.2 Fördermaßnahmen” bezüglich Lernstand 5:

„Mit Hilfe von Diagnoseverfahren, zum Beispiel "Lernstand 5" für die Fächer Deutsch und Mathematik, kann der Förderbedarf festgestellt werden.“

Die Verwaltungsvorschrift vom 04.11.2015 ist hier abrufbar (PDF 3,5 MB).

Zuletzt geändert am: 01.03.2018

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