E-Learning bei Cisco Systems
Das Gespräch mit Walter Hildebrandt von Cisco Systems führte Barbara Meinecke, Kaufmännische Schule I Stuttgart
2.3 Cisco Systems
Zielgruppen:
Die Firma Cisco Systems hat keine Auszubildenden, sondern qualifiziert ihre Mitarbeiter/innen selbst.
80% aller Qualifizierungsmaßnahmen findet bereits heute auf E-Learning-Basis statt.
- intern:
Die Angebote stehen allen Berufsgruppen gleichermaßen zur Verfügung, es findet keine Angebotsdifferenzierung statt; jeder kann alle E-Learning-Module nutzen.
Alle können lernen, was sie und wann sie möchten.
Es gibt aber auch Lernpfade als Empfehlungen, z.B. für Cisco-Mitarbeiter im Betrieb oder für neue Mitarbeiter. - extern:
Allen Partnern werden alle Lerninhalte zur Verfügung gestellt. Es gibt Zertifizierungsmöglichkeiten.
Angebot für Lehrer:
Die Cisco-Akademie ermöglicht Lehrkräften, sich für IT-Berufe zu qualifizieren
Inhalte:
Drei Bereiche sind hier besonders hervorzuheben:
- Sprachkurse
- Umstellung auf ein neues Betriebssystem ( z.B. Windows 2000 - hier wurden innerhalb von 6 Wochen 40.000 Personen auf E-Learning-Basis qualifiziert)
- Themenbezogene Module, die bei den Kunden eingesetzt
werden. Hierfür stehen auch Tutoren zur Verfügung, die insbesondere bei der Nutzung der
Webumgebung helfen (z.B. erhält die Bahn ein neues Preissystem - hierfür wird E-Learning
eingesetzt).
Didaktik:
Es gibt zwei Varianten:
- Web-Based-Training - mit Eingangs- und Abschlusstest
- virtuelles Klassenzimmer mit Tutoren
Cisco ist es wichtig, die Lernenden nicht immer
alleine zu lassen.
Technik und Organisation:
Die Entwicklung von E-Learning-Arrangements findet im Team statt. Beteiligt sind Mitarbeiter von Cisco Systems aus allen Bereichen und eine Consulting-Firma. Letztere berät, welche Art von Wissen wie aufbereitet werden muss.
Cisco Systems bietet folgende Lösungen an:
- IP/TV
Multicast-Technologie, Videokonferenz, die auch asynchron abrufbar ist, wenn jemand nicht live dabei sein kann. - Video on Demand
Dahinter verbirgt sich eine Bibliothek, in der nach Bedarf und zeitlich unabhängig Wissen und Information nachgeschlagen werden kann. - virtuelles Klassenzimmer
Darunter werden Live-Training-Touren verstanden, die von einem Tutor begleitet werden.
Hier entstehen auch Teams, die sich gegenseitig Fragen beantworten und damit einen Wissenspool bilden. - interaktives Multimedia
Einerseits handelt es sich um Simulationstools, mit deren Hilfe z.B. die Service-Mitarbeiter auf Fehlersuche gehen können.
Dazu gehören simulierte Lösungen wie auch online-Usergroups. - virtuelles Labor
Diese Form des E-Learning ist ein Tool, das nach dem Prinzip learning by doing" bestimmte Qualifikationen trainiert. Eingesetzt werden virtuelle Labors meistens vor neuen Projekten in der Firma - Management und Assessment
Hiermit können Vorgesetzte fehlende Qualifikationen ihrer Mitarbeiter/innen identifizieren; gleichzeitig ermöglicht es ihnen die notwendigen Kurse zu planen, zu managen und zugleich die Lernfortschritte der Mitarbeiter zu kontrollieren.
Cisco Systems bezeichnet dieses Paket als all-in-one-Lösung". Beteiligt sind
neben Cisco Systems die Firmen SABA, WBTSystems, Centra, NetG und KPMG Consulting.
Unter diesem Link finden Sie weitere Informationen bei Cisco.
