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Adobe Premiere

Rudolf Arnold, Valckenburgschule Ulm


Vorbemerkungen

Die vorliegende Kurzdokumentation erhebt nicht den Anspruch, den Leistungsumfang und die Bedienung von Adobe Premiere 5 auch nur annähernd vollständig zu beschreiben. Vielmehr geht es hier nur um einen ersten Einblick in die Bedienung des Programms, soweit dies zur Erstellung eines einfachen kurzen Videofilms, der später für den Abruf aus dem Internet weiterverarbeitet werden soll.

Die Clips sollen bereits von der digitalen Videokamera mit dem Programm DVTools auf die Festplatte überspielt worden sein.

  

Einstellungen beim Programmstart

Damit Adobe Premiere 5 korrekt mit der Videokarte zusammenarbeitet, muss diese bei jedem Start von Premiere neu initialisiert werden. Nach dem Start von Premiere erscheint zunächst das Fenster Neue Projekteinstellungen :

  
Premiere Bild 1
  

Hier den Knopf Laden anklicken und dann eine der aufgeführten DV300 Einstellungen auswählen:

  
Premiere Bild 2
  

In Hinblick auf die Weiterverarbeitung des Tons, wurde hier die Einstellung PAL miroVIDEO DV300, 44kHz gewählt. Jetzt mit OK bestätigen und im vorigen Fenster Speichern und mit OK quittieren.

Wichtig ist hier, dass die Voreinstellungen, die zu der gewählten Einstellung gehören, unbedingt beibehalten werden, da sonst mit Störungen zu rechnen ist !

  

Im virtuellen Schneideraum

Ein bisschen spartanisch sieht er schon aus, der virtuelle Schneideraum. Jeder, der schon einmal einen Videoschnittplatz mit mehreren Videorecordern, Schnittsteuergerät, Monitoren, Laustsprechern, Mischpult, Bildmischern etc. gesehen hat, wird ein bisschen enttäuscht sein... Trotzdem ist hier alles vorhanden, was benötigt wird.

  
Premiere Bild 3
  

Rechts befindet sich hier das Projektfenster, in dem die Clips, die benötigt werden, aufgelistet werden.

Oben gibt es das Monitorfenster mit zwei "Bildschirmen". Der linke zeigt die "Originalansicht", der rechte die "Programmansicht", also den jeweiligen Zustand des bearbeiteten Videofilms. Das Monitorfenster enthält auch Bedienelemente für das Abspielen und Markieren des Videomaterials, einen Shuttle-Regler, zum schnellen Vor- und Zurückspulen und außerdem eine Zeitanzeige im Format hh:mm:ss:ff.

Unten befindet sich momentan das Schnittfenster. Es enthält eine Zeitleiste und mehrere Video- und Tonspuren. So können neben dem gewöhnlichen Schnitt auch Überblendungen, Nachvertonungen etc. realisiert werden.

Die Fenster können natürlich beliebig angeordnet, vergrößert, verkleinert und auf Symboldarstellung reduziert werden werden.

  

Wo sind die Clips ?

Wie schon erwähnt haben wir die Clips ja bereits mit DVTools von der Videokamera auf die Festplatte überspielt. Sie liegen als avi-Dateien vor und müssen jetzt importiert werden. Dazu in der Menüleiste von Adobe Premiere 5 Datei – Importieren – Datei oder Datei – Importieren – Ordner auswählen.

  
Premiere Bild 4
  

Die Dateien auswählen und auf Öffnen klicken. Danach befinden sich die Clips im Projektfenster.

Jetzt sollte man das Projekt schon einmal sichern, um immer wieder den aktuellen Stand abspeichern zu können und es vor allem später weiter bearbeiten zu können. Dazu in der Menüleiste Datei – Speichern unter .... wählen.

  
Premiere Bild 5
  

In unserem Beispiel soll das Projekt film1 heißen.

Das Projektfenster trägt jetzt die Bezeichnung film1 und zeigt die importierten Clips an.

  

The first cut is the deepest ...

Nein, ganz so schlimm ist es nicht... es ist sogar relativ einfach, Clips mit Adobe Premiere 5 zu schneiden, oder wie man im Jargon von Premiere sagt, zu "trimmen" und anzuordnen.

Clip 1 soll die erste Szene des späteren Films bilden. Dazu Clip 1 einfach mit der Maus aus dem Projektfenster ins Schnittfenster auf Spur Video 1A ziehen. Der Ton landet dabei automatisch auf der passenden Tonspur:

  
Premiere Bild 7
  

Ganz winzig wird dabei das erste und letzte Bild des Clips im Schnittfenster angezeigt. Im Monitorfenster erscheint das erste Bild im rechten Monitor, der die Programmansicht zeigt:

  
Premiere Bild 8
  

Nun auch Clip 2 und weitere benötigte Clips auf Spur Video 1A ziehen und passend anordnen.

Wird auf dem Programmansicht-Monitor die Playtaste gedrückt, so werden die Aufnahmen entsprechend ihrer Anordnung abgespielt.

Jetzt soll geschnitten werden. Bei Adobe heißt dies "trimmen". Dazu Doppelklick auf den zu trimmenden Clip im Schnittfenster. Der Clip erscheint jetzt im Monitorfenster im linken Monitor, der Originalansicht:

  
Premiere Bild 9
  

In der Originalansicht wird der Clip getrimmt. Das heißt konkret:

  • Abspielen und Stoppen mit Play- und Stopp-Taste oder einfach mit der Leertaste

  • An gewünschter Anfangsstelle sogenannten In-Point setzen mit der Taste {

  • Am gewünschten Ende Out-Point setzen mit der Taste }

Auf der Zeitleiste der Originalansicht erscheinen die gesetzten Punkte. Dort kann übrigens mit dem Shuttle-Regler "gescrubbt" werden. Das entspricht bei einer Bandmaschine dem manuellen Vor- und Zurückspulen.

  
Premiere Bild 10
  

Jetzt oben im Originalansicht-Monitor auf Übernehmen klicken.

Der Clip walter0001 ist jetzt gekürzt. Dadurch entsteht eine Lücke auf Spur Video 1A im Schnittfenster:

  
Premiere Bild 11
  

Entweder kann man jetzt den Clip walter0002 heranziehen oder man kann mit der rechten Maustaste in die Lücke klicken und Löschen & Lücke schließen wählen.

  
Premiere Bild 12
  

Jetzt Clip walter0002 bearbeiten usw. Schließlich kann in der Programmansicht (rechter Monitor) der ganze Film betrachtet werden.

  

Wisch- , Wasch- und andere Blenden

Nun soll gezeigt werden, wie man die Übergänge zwischen zwei Szenen durch Überblendungen kreativ gestalten kann. Dazu ziehen wir im Schnittfenster den Clip walter0002 auf Spur Video 1B, so dass sein Anfang zeitlich mit dem Ende von walter0001 überlappt:

  
Premiere Bild 13
  

In der Menüleiste Fenster – Anzeigen Überblendungen wählen. Wenn man sehen will, wie solche Überblendungen aussehen, den kleinen schwarzen Pfeil in der oberem rechten Ecke der Überblendungspalette anklicken und animieren auswählen.

  
Premiere Bild 14
  

Die gewünschte Überblendung auswählen und ins Schnittfenster in die Spur Überblendungen ziehen:

  
Premiere Bild 15
  

Überblendungen können beim normalen Abspielen nicht angezeigt werden. Sie werden erst bei der Erstellung der avi-Datei für den kompletten Film hineingerechnet, übergeben, gestaltet... oder wie der Fachausdruck heißt "gerendert". Um trotzdem einen Eindruck zu bekommen, kann man den Mauszeiger bei gedrückter Alt-Taste in der Zeitleiste des Schnittfensters bewegen. Im Programmfenster sieht man dann den Effekt:

  
Premiere Bild 16
  

Übrigens sollte man (und frau natürlich auch) nie vergessen, immer mal wieder abzuspeichern!

  

Get ready (for the internet)

Wir wollen jetzt aus dem Film eine komplette avi-Datei mit anderer Auflösung und Framerate zur Weiterverarbeitung fürs Internet erstellen. Dabei soll die Auflösung auf 240 x 180 Pixel und die Framerate (Bildwechselfrequenz) auf 15 Bilder pro Sekunde reduziert werden.

Dezu in der Menüleiste Datei – Exportieren – Film wählen. Das Fenster Film exportieren erscheint. Dort den Dateinamen angeben und auf Einstellungen klicken.

  
Premiere Bild 17
  

Nun Allgemeine Einstellungen

  
Premiere Bild 18
  

Videoeinstellungen:

  
Premiere Bild 19
  

und Audioeinstellungen:

  
Premiere Bild 20
  

passend auswählen. Auf OK klicken und dann im Exportfenster auf Speichern drücken.

Der Exportvorgang läuft ab, wobei der Status angezeigt wird:

  
Premiere Bild 21
  

Wenn alles glatt gegangen ist, öffnet sich schließlich ein Clip-Fenster, in dem der in seiner Auflösung reduzierte Film betrachtet werden kann:

  
Premiere Bild 22
  

Nochmals das Projekt speichern und Adobe Premiere 5 beenden.