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CUTMaster Pro 2.3 - eine kurze Einführung

Rudolf Arnold, Valckenburgschule Ulm


Aufgaben und Möglichkeiten

CUTMaster ist ein Programm zur Bearbeitung von Audio-Dateien. CUTmaster erfüllt zahlreiche Funktionen, die bisher getrennte Geräte, wie Bandmaschine, Mischpult etc. erledigt haben. Die mitgelieferte Soundkarte ist wesentlich besser als die meisten handelsüblichen Soundkarten. Durch eine Kabelpeitsche hat man die Wahl zwischen analoger oder digitaler Zuspielung bzw. Ausgabe der Audio-Dateien.

Die wichtigsten Möglichkeiten von CUTMaster sind:

  • Aufnehmen – digital und analog

  • Schneiden von Audio-Dateien

  • Arrangieren der einzelnen Takes

  • Bearbeiten – Lautstärke, Klang, Effekte etc.

  • Mischen

  • Abspielen

Bandmaschinen, Effektgeräte und Mischpult sind für unsere Zwecke nicht mehr nötig.

  

Struktur und grundlegende Produktionsschritte

Der CUTMaster besteht aus zwei großen Bereichen:

  • Dem Arranger

  • Dem Cutter

  
CUTMaster Bild 1
  

Im Arranger werden die Takes aufgenommen, nach dem Schnitt auf verschiedene Spuren verteilt, zusammengefügt, gegebenenfalls umgeordnet und schließlich abgespielt, wobei auch die Lautstärke wie bei einem Mischpult variiert werden kann.

Im Cutter werden die einzelnen Takes geschnitten. Außerdem kann die Lautstärke gezielt verändert werden, um zu leise oder zu laute Stellen anzugleichen. Effekte können ebenfalls hinzugefügt werden.

Die Bearbeitung der Audiodaten erfolgt im Wesentlichen in drei Schritten:

  • Aufnahme in den Arranger

  • Bearbeiten im Cutter

  • Zusammenfügen im Arranger

  

Hinweise

Vor dem Start des CUTmasters sollte man mit dem Explorer Ordner für die künftigen Audiodateien anlegen. Am besten erhält jedes Projekt von Anfang an einen eigenen Ordner, in den die Dateien abgespeichert werden. Nicht mehr benötigte Files sollten von der Festplatte gelöscht werden, da sie nur unnötig Speicherplatz fressen. Das sind z.B. ungefähr 10 MB pro Minute Stereomusik.

Die meisten Funktionen des Systems können auf drei Arten erreicht werden:

  • Buttons

  • Befehle in der Menüleiste

  • Kontextmenü mit der rechten Maustaste

Tipp: Die rechte Maustaste immer mal ausprobieren, wenn es anders nicht geht. Viele Funktionen des CUTmaster sind dahinter versteckt.

  

Es geht los ...

Nach dem Starten des Programms öffnet sich zunächst der Arrangement-Manager:

  
CUTMaster, Bild 2
  

Hier wird der Pfad angegeben, in dem das neue Arrangement abgelegt wird bzw. ein schon vorhandenes liegt. Außerdem muss über Frequency die Abtastfrequenz der Digitalisierung festgelegt werden. Klicken Sie jeweils auf 44,1 kHz. Damit kann später im CD-Format ausgespielt werden. Außerdem benötigen viele Kompressionsprogramme wie z.B. der RealEncoder diese Abtastrate.

Jetzt auf New klicken, um ein neues Arrangement anzulegen:

  
CUTMaster, Bild 3
  

Nun die Bezeichnung und den Dateinamen sowie den Pfad angeben und auf OK klicken. Danach öffnet sich der Arranger:

  
CUTMaster, Bild 4
  

Hier müssen zunächst ein paar Einstellungen gemacht werden, die sich als zweckmäßig herausgestellt haben. Leider ist dies bei jedem neuen Arrangement separat nötig. Dazu im Menü Options die Option dB Grid anklicken:

  
CUTMaster, Bild 5
  

Danach weiter mit Options - Audio Settings:

  
CUTMaster, Bild 6
  

Hier auf der linken Seite folgendes auswählen:

  • perfect volume

  • fast volume update

  • smooth cuts

Diese Einstellungen mit OK quittieren.

  

Achtung Aufnahme ....

Im Arranger werden die Aufnahmen gemacht. Das heißt, Musik, Geräusche, Stimmen werden in den Rechner eingespielt und dabei digitalisiert, falls ein analoger Eingang benutzt wird.

Man kann jetzt

  • Vom Kassettenrekorder aufnehmen. Dazu muss der Rekorder mit einem Chinch-auf-Chinch-Kabel hinten an der Kabelpeitsche am Rechner angeschlossen werden (beim Recorder „out" beim Rechner „in").

  • Vom DAT-Recorder direkt digital aufnehmen. Der DAT-Recorder wird dazu mit einer Glasfaserleitung direkt an der CUTMaster-Steckkarte angeschlossen.

  • Von CD aufnehmen. Das geht direkt, indem man eine CD ins CD_ROM-Laufwerk einlegt.

Jetzt einmal auf den roten Aufnahmebutton klicken. Es erscheint ein Fenster, in dessen Bereich In/Out drei Punkte angeklickt werden sollten:

  
CUTMaster, Bild 7
  
  • Stereo Digital

  • Stereo Analog

  • Monitor Analog

Dieses Fenster wird mit OK wieder verlassen, da wir alle Aufnahmen einfacher mit dem „Easy Recorder" machen. Dazu nochmals ins Menü Options gehen und Easy Rec anwählen:

  
CUTMaster, Bild 8
  

Jetzt nochmals den roten Aufnahmeknopf anklicken. Es erscheint das Fenster des „Easy Recorder"

  
CUTMaster, Bild 9
  

Rechts oben wird die Aufnahmequelle angewählt. In unserem Fall optical, da wir einen DAT-Recorder über die Glasfaserleitung angeschlossen haben. Weitere Optionen sind analog (wenn eine normale analoge Tonquelle an der Kabelpeitsche angeschlossen ist) und coaxial1 bzw. coaxial2, wenn eine digitale Quelle über Koaxkabel angeschlossen wird.

Darunter kann gewählt werden, ob wir in Stereo oder Mono aufnehmen wollen.

Über die Schaltfläche File kann man ein weiteres Fenster erreichen, um anzugeben, wie die Datei heißen soll, die man aufnimmt:

  
CUTMaster, Bild 10
  

Hier wird nun die Bezeichnung und der Dateiname angegeben und mit OK bestätigt. Danach befindet man sich wieder im „Easy Recorder":

Hier einen Doppelklick auf die rote Aufnahmetaste machen. Dann die Wiedergabe am DAT-Recorder starten und im „Easy Recorder" die Pausetaste lösen.

  
CUTMaster, Bild 11
  

Bei der Aufnahme schlagen am oberen rechten Bildschirmrand zwei Pegel aus:

CUTMaster, Bild 11
  

Die Aufnahme wird durch Drücken auf die Stopptaste und Ok als Bestätigung beendet. Das Aufnahmefenster schließt sich automatisch und der Mauszeiger verwandelt sich im Arranger in ein Kreuz, das man an beliebiger Stelle ablegen kann. Damit ist die Aufnahme im Arranger:

  
CUTMaster, Bild 13
  

Und Schnitt ...

Durch Doppelklicken auf den Take, der zuvor im Arranger abgelegt wurde, öffnet sich das Cutter-Fenster und die Bearbeitung kann beginnen.

CUTMaster, Bild 14
  

Innerhalb des Cutters ist die rechte Maustaste besonders wichtig. Dies gilt, wie schon bemerkt, auch für einige andere Funktionen innerhalb des Programms.

Zunächst startet man im Cutter die Wiedergabe mit der Playtaste. Ein senkrechter grüner Strich, der sogenannte Locator, zeigt an, wo man sich gerade befindet. Soll nun ein Bereich geschnitten werden, so kommt die rechte Maustaste zum Einsatz. Durch Ziehen der Maus bei gedrückter rechter Maustaste wird der Bereich markiert, der herausgeschnitten werden soll. Genaugenommen wird er aber nicht wirklich herausgeschnitten, sondern nur übersprungen.

  
CUTMaster, Bild 15
  

Der Schnitt ist nun auf zwei Arten möglich:

1. Drücken der Entf-Taste

2. Mit der rechten Maustaste im markierten Bereich klicken und Skip wählen.

  
CUTMaster, Bild 16
  

Außer Schneiden (Skip) sind noch viele andere Aktionen mit dem markierten Block möglich. Er kann zum Beispiel als neuer Take über Add Region wieder im Arranger abgelegt werden. Er kann aber auch als wav-Datei abgespeichert werden, indem man Merge auswählt und im folgenden Fenster entsprechende Angaben macht:

  
CUTMaster, Bild 17
  

Außerdem erlauben besondere Buttons im Cutter, die Lautstärke zu verändern (Volume) oder Effekte einzubauen (DSP-Filter).

Ein Schnitt wird durch eine senkrechte blaue Linie markiert. Da die eigentliche Audio-Datei nicht angetastet wurde, sondern die Schnittstellen lediglich in einer separaten Datei gespeichert werden, kann jeder Schnitt jederzeit rückgängig gemacht werden.

  
CUTMaster, Bild 18
  

Dazu mit der rechten Maustaste auf die Schnittmarkierung klicken und Unskip auswählen.

Hat man einen Take bzw. ein Sample, wie ein anderer Ausdruck lautet, fertig bearbeitet, so schließt man den Cutter wieder und sichert alle dabei vorgenommenen Änderungen. Danach landet man wieder im Arranger.

  

Haben fertig ...

Im Arranger können nun die einzelnen Takes (Samples) durch Ziehen mit der Maus auf mehrere Spuren verteilt, angeordnet, verschoben, überlappt, dupliziert oder auch wieder entfernt werden. Alles Arbeitsschritte, die im klassischen Rundfunkbetrieb mit analogen Bandmaschinen, mit dem Zusammenkleben von Bändern, die auf einer Vielzahl von Spulen verteilt waren, verbunden waren.

  
CUTMaster, Bild 19
  

Hier werden beispielsweise Überblendungen durch Übereinanderschieben der Takes realisiert. Oder Aus- und Einblendungen durch Ziehen an den Anfassern an den oberen Ecken der Takemarkierungen. Und hört sich irgend etwas nicht so an, wie man es möchte: Kein Problem ... Verschieben ... oder nochmals im Cutter bearbeiten.

Schließlich kann der ganze Beitrag durch Klicken auf die Wiedergabetaste abgespielt werden und über die analogen oder digitalen Ausgänge wieder auf Band oder DAT überspielt werden.

  

Für die Verwendung mit einem Kompressionsprogramm und die anschließende Platzierung im Internet muss aber aus dem gesamten Beitrag noch eine wav-Datei angefertigt werden. Auch das ist nicht schwer. Einfach mit der rechten Maustaste ein Rechteck aufziehen, das alle Takes umfasst. Diese sind dann blau markiert:

  
CUTMaster, Bild 20
  

Jetzt mit der rechten Maustaste in einen der markierten Takes klicken und merge auswählen.

  
CUTMaster, Bild 21
  

Bei File Format Wav File auswählen. Wenn der angefertigte Beitrag überwiegend aus Wort besteht, ist es für eine Weiterverwendung im Internet am sinnvollsten, nur eine Mono-Wav-Datei anzufertigen. Also merge in one mono sample anklicken und mit OK bestätigen. Nach Angabe von Pfad und Dateinamen läuft die Erzeugung der wav-Datei ab.

Zum Schluss der Arbeit das Arrangement sichern und CUTMaster verlassen.