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Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation

Hauptaufgabe der Begleitforschung ist nicht so sehr die Überprüfung allgemeiner Theorien im Versuchsfeld der Schule, sondern die Bereitstellung von Handlungsinformationen für Planer, Lehrer und politische Entscheidungsträger.

Die wissenschaftliche Begleitung des vorliegenden Modellversuchs folgt eher einem Ansatz formativer Evaluation. Er schließt sowohl eine interne als auch externe Evaluation mit ein. Daraus folgen besondere Verhaltens- und Vorgehensformen:

Die Evaluation ist vor allem prozeßbezogen. Es wird sich um ein systematisch kontinuierliches Vorgehen und nicht nur um punktuelle Datenerhebung handeln müssen.

Die an den Modellschulen praktizierenden Lehrerinnen und Lehrer werden in die Evaluation verantwortlich einbezogen und das sowohl für die Ausformulierung der Beurteilungskriterien als auch der Diagnose der erfolgten Arbeitsschritte.

Die Rolle der externen Berater und Betreuer besteht deshalb auch darin, die Schulpraktiker durch geeignete Fragestellungen dazu anzuhalten, über ihre Vorgehensweisen und deren Hintergründe nachzudenken sowie Instrumente zugänglich zu machen, bzw. die bestehenden Ressourcen für die entscheidenden Veränderungsmaßnahmen ausschöpfen zu helfen.

Ein Hauptziel der Evaluation besteht darin, die vorgenommene Schulentwicklung, hier den Einsatz von computergestützten Lernprogrammen, nach erfolgter Beurteilung zu ermöglichen, zu verbessern oder auszubauen.

Das Selbstverständnis einer praxisbegleitenden Forschung bedarf daher auch eines ständigen Reflexionsprozesses der Bedingungen des eigenen Tuns. Begleitteams von praxisnahen Modellversuchen können wegen des klaren Ziels der Umsetzbarkeit ihrer produkt- und prozeßbezogenen Ergebnisse keiner der forschungsmethodischen Schulen puristisch folgen. Die Verfahren der Ergebnissicherung bestehen aus einem Methodenmix, der die vorfindbaren Bedingungen einer hochkomplexen Schul- und Unterrichtspraxis ernst nimmt und entsprechend berücksichtigt.