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Modellversuch 1 - FUSA

Inhalt:

Abschlußbericht (Inhaltsverzeichnis - Vorbemerkungen) * Handreichungen (Titel - Bestellnummern - Gliederungsschema) * Software * Schlagwörter zu den Handreichungen


FÖRDERUNG
UMWELTORIENTIERTEN HANDELNS DURCH VERMITTLUNG VON
SCHLÜSSELQUALIFIKATIONEN IM
AGRARWISSENSCHAFTLICHEN UNTERRICHT

FUSA-Logo

Modellversuch der Bund-Länder-Kommission

gefördert durch das
Bundes-Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie

 
Laufzeit 1993-08-01 bis 1997-07-31
Federführung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Abt. V/4
Geschäftsführung Landesinstitut für Erziehung und Unterricht, Stuttgart
Abteilung III/2 Referatsleiter: Prof. Hans Hundsinger
Projektleiter: OStR Walter Hauth
Wissenschaftliche Begleitung Leitungsgruppe am Landesinstitut:
StD´in Susanne Fockelmann,
OStR Wilhelm Frey,
OStR Walter Hauth,
OStR Karl Wenger
Versuchsschulen Bertha-von-Suttner-Schule Ettlingen
Haus- und Landwirtschaftliche Schule Offenburg
Haus- und Landwirtschaftliche Schule Öhringen
Luise-Büchner-Schule Freudenstadt (kooperierend)
Staatsschule Gartenbau und Landwirtschaft Stuttgart-Hohenheim (kooperierend)

Zielrichtung des Versuchs

Lernorganisation

Unterrichtsinhalte

  • Welche Unterrichtsinhalte eignen sich in der Agrarwirtschaft, um umweltorientiertes Handeln zu fördern?
  • Welche fachlichen Grundlagen sind zu erarbeiten?
  • Wie können Umweltdaten erfaßt werden?
    • Welche Meßmethoden eignen sich?
    • Auf welche Datensammlungen kann zurückgegriffen werden?
  • Wie erfolgt die Auswertung und Dokumentation von Umweltdaten?
  • Welche Inhalte eignen sich besonders, um fächerübergreifend und fächerverbindend behandelt zu werden?
  • Welche Inhalte sind besonders geeignet, um in enger Kooperation mit den agrarwirtschaftlichen Betrieben vermittelt zu werden:
    • mit Praxislehrern in der Grundstufe,
    • mit dem dualen Partner in Fachstufe 1 und 2,
    • in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsberater in Form von Arbeitsvorhaben (z.B. als Leittextmethode)?

Unterrichtsmethoden (Lehrverfahren)

  • Welche Lehrverfahren eignen sich besonders für die Vermittlung von umweltrelevanten Themen:
  • Verfahren mit:
    • überwiegender Lenkung,
    • vermindertem Grad an Lenkung,
    • hohem Grad an Schülerselbsttätigkeit?
  • Welchen besonderen Beitrag leisten fächerverbindende und projektorientierte Methoden zur Vermittlung von Handlungskompetenz in Umweltfragen?
  • Welche Methoden eigenen sich besonders für die Vermittlung von Umweltthemen in Kooperation mit agrarwirtschaftlichen Unternehmen:
    • in der Berufschule
    • im Agrarwissenschaftlichen Gymnasium?
  • Welche Methoden lassen sich in einzelnen Fächern wirksam einsetzen?

Medien

  • Inwieweit können neue Informationstechniken den Unterricht bei der Behandlung von Umweltthemen unterstützen?
  • Inwieweit kann die EDV für die Umweltproblematik Sensibilität und Verantwortungsbewußtsein wecken und festigen?
  • Wie läßt sich durch den Einsatz der EDV die Bereitschaft und Fähigkeit vermitteln, gemeinschaftlich Umweltprobleme in Zusammenhang mit der Agrarwirtschaft zu lösen?
  • Welche Programme eigenen sich besonders zur Behandlung umweltrelevanter Unterrichtsinhalte?
  • Unterrichtsformen (Sozialformen)
  • Welche Sozialformen eignen sich besonders für die Behandlung von Umweltthemen:
    • Einzelarbeit,
    • Partner- oder Gruppenarbeit,
    • Arbeit im Klassenverband?

Lehrvoraussetzungen

  • Über welche fachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse müssen Lehrkräfte verfügen, um umweltbezogene Themen allgemein und mit Hilfe der EDV behandeln zu können?
  • Welche Anforderungen stellt die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen an den Lehrenden?
  • Wie können Lehrer durch Weiterbildungsangebote für die Behandlung der Umweltthematik fachlich und pädagogisch unterstützt werden?

Schulorganisation

  • Wie müssen Schulen sächlich ausgestattet sein?
  • Wie können Themen und Fächer inhaltlich und zeitlich aufeinander und mit der Raumbelegung abgestimmt werden?

Ergebnisse des Versuchs

Unterrichtskonzeptionen

Von den Modellversuchsschulen in Zusammenarbeit mit dem LEU entwickelte Module (Lerneinheiten); dokumentiert in den folgenden Handreichungen und Berichten

Zwischenberichte

B-94/02, B-95/04, B-96/03

Abschlußbericht

B-97/01

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkungen
1 Allgemeine und statistische Angaben
2 Rahmenbedingungen
3 Didaktisches Konzept
4 Ergebnisse des Modellversuchs
5 Wissenschaftliche Begleitung
6 Transfer der Versuchsergebnisse
7 Lietraturverzeichnis
8 Anhang

Vorbemerkungen

Ziel des Modellversuches FUSA war es, neue Unterrichtskonzepte in der Umwelterziehung zu entwickeln, umzusetzen und zu beurteilen. Die Arbeit teilten sich die Wissenschaftliche Begleitgruppe (WB) am Landesinstitut für Erziehung und Unterricht (LEU) mit den Lehrern und nicht zuletzt den Schülern aus fünf Modellversuchsschulen.

Ergebnis dieser Arbeit ist der vorliegende Abschlußbericht, der den Aufbau, die institutionelle Einbindung sowie Verlauf und Auswertung des Projektes beinhaltet. Ergänzt wird der Bericht durch Handreichungen zu ausgesuchten Themen, die an den Schulen als Lerneinheiten von etwa 40 Unterrichtsstunden behandelt wurden. Diese Handreichungen haben einen einheitlichen Aufbau und umfassen methodisch-didaktische Handlungsanalysen und -vorschläge sowie Beispiele zur Umsetzung eines schüleraktiven Unterrichts.

Antworten auf die Ausgangsfragen bzw. Arbeitshypothesen basieren auf eher qualitativen Auswertungen von Schüler- und Lehrerbefragungen und geben Auskunft über die Akzeptanz der entwickelten Unterrichtskonzepte. Auf quantitative Analysen mußte wegen der zahlenmäßig begrenzten und differenzierten Untersuchungspopulation verzichtet werden.

Um ausreichende Authentizität zu vermitteln, wurden die Aussagen der Lehrer zu betimmten Themenkomplexen der Unterrichtsmodelle ungekürzt übernommen. Sie wurden in Ergänzung zu den Kurzbeschreibungen der Unterrichtskonzepte im Kapitel 4 aufgenommen. Eine strukturierte Befragung vervollständigt diese Expertenauskünfte.

Die Diskussion zu den Konzepten der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen erweckte und erweckt oft auch heute noch den Eindruck einer überbordernden Methodologisierung der Didaktik. Schulpraktiker mit langjähriger Unterrichtserfahrung mußten vermuten, bis zum Erscheinen des Schlüsselqualifikationskonzeptes so ziemlich alles falsch gemacht zu haben. Der Modellversuch hatte somit auch die Funktion einer Reflexion des eigenen Tuns. Das Ergebnis war ebenso ernüchternd wie ermutigend. Ernüchternd insofern, als so gut wie nichts Neues an Erkenntnissen aus der akademischen Diskussion dieses Schlüsselqualifikationskonzeptes hervorgegangen ist; ermutigend aber, weil ein Repertoire unterrichtlicher Ansätze angewendet und variiert werden konnte, was im Alltagsgeschäft der Schulen vielen Restriktionen unterliegt. Hierzu zählen häufig stofflich überfrachtete und hochdifferenzierte Ausbildungsordnungen und daraus sich zwangsläufig ableitende Lehrpläne. Die Anbahnung von Schlüsselqualifikationen verlangt aber ein hohes Maß inhaltlicher, methodischer und organisatorischer Flexibilität.

Der Modellversuch zeigte deutlich, daß die Anbahnung übergreifender Qualifikationen wie beispielsweise Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit oder ein höheres Maß an selbständigem Arbeiten und Lernen nur zu Lasten einer zügigen Stoffbewältigung möglich ist. Für diesen Konflikt bietet die Didaktik bis dato noch keine überzeugenden Lösungen an. Die auf einem hohen Abstraktionsniveau aufbereiteten Vermittlungskonzepte aus Unternehmen der Wirtschaft waren in der Schule so nicht einsetzbar. Dem Machbaren wurde daher eindeutige Priorität vor dem Wünschbaren eingeräumt. Es ist in die Entscheidung der bildungspolitisch Verantwortlichen gestellt, in ihren Planungsvorgaben Prioritäten zu setzen und festzulegen, wie Schule, unter der didaktischen Maßgabe übergreifende Qualifikationen vermitteln zu sollen, letztendlich zu gestalten ist.

Die Erfahrung des Modellversuchs verdeutlicht, daß höchstens eines der entwickelten Unterrichtskonzepte im Umfang von etwa 40 Unterrichtstunden pro Jahr und Klasse effektiv umsetzbar ist. Eine Ausweitung über dieses Maß hinaus, führt zu einer Auflösung der Fächersystematik mit allen den sich daraus abzeichnenden Konsequenzen eines fach- und sachsystematisch nicht tolerablen, der Beliebigkeit anheimgegebenen eklektizistischen Inselwissens.

Die Akzeptanz der praktizierten schüleraktiven Unterrichtskonzepte darf sowohl bei den Schülern als auch bei den Lehrern als groß bezeichnet werden. Alle können sich diese Art des Unterrichts als für das Herausbilden einer beruflichen Handlungskompetenz geeignet vorstellen. Die Befragungsergebnisse belegen diesen Sachverhalt nachdrücklich.

Der vermehrte Einsatz von Handlungsanleitungen, Leittexten, Gruppenarbeit oder die Verwendung elektronischer Medien zu Dokumentations- und Lernzwecken muß als weitere Bereicherung des Lernortes Schule betrachtet werden, sofern sich diese unterrichtlichen Ansätze nicht in puristischer Methodenmonomanie verrennen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Modellversuchs empfehlen das angelsächsische Paradigma eines pragmatischen Handelns, das davon bestimmt ist, das zu tun, was nach aller Erfahrung und Erkenntnis an ehesten zum Ziel führt. D. h. wer mehr Kommunikationsfähigkeit will, muß kommunikative Prozesse initiieren; wer mehr Kooperationsfähigkeit will, muß junge Menschen im Team oder in Gruppen arbeiten und lernen lassen, wer mehr Selbständigkeit im Denken und Handeln will, muß diese Selbständigkeit in schüleraktiven Unterrichtssequenzen anbahnen und wer sytemisches Denken fördern will, muß z. B. fächerverbindenden Unterricht anbieten.

Entscheidend ist, daß das Konzept der Schlüsselqualifikation die individuelle Persönlichkeitsentwicklung auch - was durchaus nicht immer so war - für berufliche Tätigkeiten als Chance sieht, Ungewißheit und Unbestimmtheit künftiger Qualifikationsanforderungen besser bewältigen zu können. Berufliche Schulen haben hierzu schon immer einen bedeutenden Beitrag geleistet. Sie sehen sich in der Diskussion um die Schlüsselqualifikationen in ihrer pädagogischen Arbeit bestätigt und bestärkt. Diese Diskussion ist Aufforderung zur Selbstreflexion und zur ständigen Verbesserung ihrer berufspädagogischen Qualität.

Handreichungen



T i t e l

Bestellnummer im
Verzeichnis der
Unterrichtsmaterialien
für berufliche Schulen

Umweltverträgliche Schweinemast

H-97/03

Alternativer Landbau

H-97/04

Umweltverträglicher Weizenanbau

H-97/05

Beurteilung von Fließgewässern

H-97/06

Regenerative Energien - mit einer Einführung ins Internet

H-97/07

Umweltschonende Futterration

H-97/08

Pflanzenernährung und Pflanzenschutz im Weinbau

H-97/09

Standortfaktoren Boden, Klima und Relief

H-97/10

Der Agrarstandort

H-97/11

Ökosystem Boden

H-97/12

Bodenbearbeitungsverfahren und deren Auswirkungen auf die Umwelt

H-97/13

Einheitliches Gliederungsschema für alle Handreichungen

(H-97/03 - H-97/13)

A
Vorbemerkungen

Innerhalb des Punktes 2 "Didaktische Gestaltung" kann der formale Aufbau den Erfordernissen der jeweiligen Lerneinheit angepaßt werden.
In Punkt 3 "Geförderte Schlüsselqualifikationen" soll dieses Thema lerneinheitenspezifisch behandelt werden.

B
Fächerverbindende Lehrplanbezüge

Er soll lediglich ein Vorschlag für die Stoffgruppierung sein, d. h. es ist kein offizieller Lehrplanentwurf. Dennoch wurde in der Vorlage die gängige dreispaltige Struktur verwendet. Hier können entsprechende Teile der bestehenden Lehrpläne aus den beteiligten Fächern aufgenommen und im Sinne von FUSA ergänzt werden.

C
Fächerverbindende Stoffverteilung

Sie stellt eine Zusammenstellung der ohnehin für die an der Lerneinheit beteiligten Lehrer bzw. Fächer obligatorischen Stoffverteilungspläne dar. Damit wird für die Kollegen eine fächerübergreifende Abstimmung und für die Schulleitungen die Deputatsverteilung und Stundenplangestaltung erleichtert.

D
Ablaufplan

Hier findet die bereits begonnene Ablaufplanung während der Modellversuchszeit Eingang.

E
Lehrerhandbuch

Es enthält den Teil der Handreichung, den die Lehrkraft zur eigentlichen Umsetzung im Unterricht benötigt. Wenn z. B. ein Leittext verwendet wird, findet hier im Unterschied zum Schülerhandbuch der Lösungsvorschlag Platz. Dieser wird durch kursive Schrift kenntlich gemacht.

F
Schülerhandbuch

Es enthält den Teil der Handreichung, den die Schüler während der Durchführung der Lerneinheit in die Hand bekommen, z. B. einen Leittext - natürlich ohne Lösungsvorschlag.

G
Anhang

Hier finden sich Literaturhinweise, verwendete Materialien, Arbeitsanleitungen, Bilddokumentationen und anderes.

H
Literaturverzeichnis

Zur möglichen Vertiefung wurden die Quellenangaben und soweit möglich die Bezugsquellen angegeben.

I
Zusammenfassung

Hier findet sich ein kurzer Überblick über den Inhalt der Handreichung, Hinweise zur Durchführung und gemachte Erfahrungen der Lehrkräfte

Software für das
Berufsfeld
Agrarwirtschaft

CD-ROM mit Unterrichtskonzepten zu den Modulen (Handreichungen H-97/03 bis H-97/13) im

Verzeichnis der Unterrichtsmaterialien für berufliche Schulen

Lehrerfortbildung

Zielgruppenspezifische Präsentation der Endprodukte auf nationaler, überregionaler und regionaler Ebene

Schlagwörter zu den
Handreichungen

H-97/
03
H-97/
04
H-97/
05
H-97/
06
H-97/
07
H-97/
08
H-97/
09
H-97/
10
H-97/
11
H-97/
12
H-97/
13
Agrarlandschaft                
   
Anbaumaßnahmen    
                 
Ausgleichsfutter            
         
Baumwachstum              
     
Betriebserkundung
     
         
Bioindikatoren      
             
Boden              
   
Bodenart                  
 
Bodenbearbeitung                    
Bodenkunde            
       
Bodenleben                    
Bodenlebewesen                  
 
Bodenstruktur                    
Düngung            
       
Energie        
           
Erosionsverhalten                    
fächerübergreifender Unterricht        
           
Feedbase          
         
Feldmethoden      
             
Fingerprobe                  
 
Forstwirtazubis              
     
Getreidebau    
               
Güteklasse      
             
Handlungsorientierung
                 
Hecke                
   
Informationsbeschaffung    
               
Internet        
           
Klima              
   
Kommunikationsfähigkeit    
               
Kooperationsfähigkeit    
               
Laborarbeiten  
                 
Lebenswirklichkeit
                 
Leittext
        
         
Lineare Gleichungssysteme          
         
Milchleistung          
         
MILLI          
         
Nachweise                   
 
Niedrigenergiehaus        
           
Nitrat                  
 
Nitratgehalte                    
Ökogramm              
     
Ökologie
 
                 
Ökonomie
                 
Pflanzenschutz            
       
pH-Wert                  
 
Rebenernährung            
       
Regenerative Energie        
           
Regenwurm                  
 
Relief               
      
Saprobienindex      
             
Schlüsselqualifikationen            
       
Schweinemast
                   
Standort              
 
     
Standortfaktoren                
   
Stickstoff          
         
Stoffhaushalt      
             
Team-teaching        
           
Umweltprobleme                
   
Umweltrelevanz  
                 
Veraschung                  
 
Vegetation                
   
Wasseranalyse      
             
Weinbau