Skip to content
You are here: Home » Unsere Angebote für allgemein bildende Schulen » Schulentwicklung » Beispielprojekte » Projekte gegen Schulverweigerung Landeswappen

Schulverweigerung

Einleitung | Definition | Bestandsaufnahme | Ursachen | Folgen

Indikatoren | Maßnahmen | Projekt RS Eberbach | Literatur | Linkliste

Einleitung

Immer mehr Kinder und Jugendliche weigern sich, am Unterricht teilzunehmen oder regelmäßig zur Schule zu gehen. Es gibt keine gesicherten Daten über deren Anzahl in Baden-Württemberg. Schätzungen sprechen von über 300.000 in Deutschland.
Die Vielfalt an Begriffen, die in diesem Zusammenhang auftauchen, sind Zeichen für eine gewisse Unsicherheit im Umgang mit einem Phänomen, das mit Worten wie Schulverdrossenheit, Schuldistanzierung, Schulflucht, Schulabsentismus, Schulversäumnis, Schulschwänzen, Schulangst, Schulaversion, Schulphobie beschrieben wird. Die Folgen gehäufter Fehlzeiten sind nicht selten der Beginn einer Karriere ohne Schulabschluss, ohne Ausbildungsplatz und hohem Risiko, kriminell zu werden.

  • Wie können wir den Ausstieg verhindern?
  • Beginnt Schulverweigerung schon mit rapide sinkenden Schulleistungen?
  • Sind viele Fehlzeiten, häufiges Zuspätkommen oder Unterrichtsstörungen schon Anzeichen für die Anfänge von Schulverweigerung?
  • Bietet Früherkennung, wie in der Medizin, größere Heilungschancen?
  • Oder überfordert Schule von gestern die Jugendlichen von heute?

 

Die Ursachen, die zur Entstehung von Schulverweigerung beitragen können, sind vielschichtig. Meist spielen mehrere Faktoren komplex zusammen. Man kann sie sowohl dem schulischen als auch dem familiären Umfeld zuordnen, wie zahlreiche Untersuchungen zu diesem Thema aus verschiedenen Bundesländern zeigen.
Eine leicht zu beeinflussende Größe bei der Prophylaxe von Schulverweigerung ist die Kommunikationskultur in der Schule, zwischen Schule und Elternhaus und mit außerschulischen Partnern. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Überlegung, wie sich Schulen weiterentwickeln können, so dass Schulverdrossenheit gar nicht erst entstehen kann, weder bei Lehrerinnen und Lehrern noch bei Schülerinnen und Schülern.
Im Folgenden wollen wir einen Einblick in den aktuellen Stand der Diskussion zu diesem Thema geben und ein 2003 entstandenes Projekt der Realschule Eberbach vorstellen, das eine Möglichkeit aufzeigt, wie in der Praxis mit diesem Problem umgegangen wird.