Antworten auf häufig gestellte Fragen

Fragen, die vor der Durchführung Bedeutung haben


Fragen, die während der Durchführung von Bedeutung haben


Fragen, die nach der Durchführung Bedeutung haben


Fragen, die für die Förderung Bedeutung haben


Welche Schülerinnen und Schüler nehmen an Lernstand 5 teil?

Grundsätzlich nehmen in Baden-Württemberg alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 an öffentlichen allgemeinen Schulen der auf der Grundschule aufbauenden Schularten verpflichtend teil.

Auch Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungsstörungen in Deutsch (Lese-Rechtschreibschwäche) und Mathematik sowie Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache, die eine Regelklasse besuchen, nehmen verpflichtend teil.

Besonderheiten bei der Teilnahme ergeben sich bei Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot in Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren bzw. in inklusiven Bildungsangeboten an weiterführenden Schulen. Diese Schülerinnen und Schüler müssen nicht an Lernstand 5 teilnehmen. Eine freiwillige Teilnahme der Schule ist jedoch möglich. Er wird vom Kultusministerium zur Orientierung empfohlen. Die Schulen entscheiden in eigener Zuständigkeit, bei welchen Schülerinnen und Schülern oder bei welchen Klassen, in welcher Form und in welchem Umfang eine Teilnahme pädagogisch sinnvoll ist.

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Warum wird Lernstand 5 zu Beginn von Klasse 5 durchgeführt?

Die Schnittstelle von der Grundschule zur weiterführenden Schule stellt einen wesentlichen Meilenstein in der Bildungsbiografie von Schülerinnen und Schülern dar. Für einen gelingenden Übergang ist hilfreich, dass Kinder zu Beginn der Orientierungsstufe wichtige Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik aufweisen, welche den weiteren Lernerfolg besonders positiv beeinflussen. Gleichzeitig sehen sich Lehrerinnen und Lehrer in der Klassenstufe 5 einer neu zusammengesetzten Lerngruppe gegenüber und stehen vor der Herausforderung, möglichst schnell zuverlässige Informationen über den individuellen Lernstand ihrer noch unbekannten Schülerinnen und Schüler zu erhalten.

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Wer entwickelt die Testaufgaben?

Lernstand 5 wird am Landesinstitut für Schulentwicklung im Auftrag des Kultusministeriums entwickelt. Fachwissenschaftlich erfolgt eine Kooperation mit Hochschulen.

Weitere Informationen zur Entwicklung der Tests und der Zuständigkeiten im Verfahren finden Sie unter Konzeption .

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Wie erfolgt die Auswahl der Basiskompetenzen und Testbereiche?

Das Verfahren Lernstand 5 untersucht den Leistungsstand hinsichtlich eng umrissener, prognostisch relevanter Basiskompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik. Als prognostisch relevant gelten solche Kompetenzen, die eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Lernerfolg darstellen.

Im Hinblick auf eine Obergrenze maximal zumutbarer Testzeit ist die Anzahl von Aufgaben, die im Rahmen der Lernstandsanalyse pro Schuljahr eingesetzt werden kann, begrenzt. Um dennoch möglichst reliable und valide Aussagen über den individuellen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler zu erhalten, erfolgt eine Fokussierung auf zentrale, für das weitere Lernen besonders relevante Testbereiche. Diese wurden in enger Abstimmung mit der wissenschaftlichen Begleitung aus den ausgewählten Basiskompetenzen abgeleitet.

Im Lernstand 5 werden die Kompetenzbereiche „Lesen“ und „Zahlen und Operationen“ überprüft.

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Welche Basiskompetenzen und Testbereiche werden überprüft?

Im Fach Mathematik wird der Kompetenzbereich „Zahlen und Operationen“ mit folgenden Testbereichen überprüft:

  • Operationsverständnis
  • Zahlverständnis
  • Schriftliche Rechenverfahren

Im Fach Deutsch wird der Kompetenzbereich „Lesen“ mit folgenden Testbereichen überprüft:

  • Lesegeschwindigkeit
  • Leseverständnis

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Warum werden diese Kompetenzbereiche überprüft?

Im Fach Mathematik wurde als Basiskompetenz der Kompetenzbereich Zahlen und Operationen ausgewählt. Fachdidaktisch wird dieser Bereich als Arithmetik bezeichnet. „Eine besondere Rolle ... kommt den arithmetischen Basiskompetenzen der Grundschulmathematik zu. ... Fehlende Kompetenzen bei den arithmetischen Basiskompetenzen stellen Hürden für das Weiterlernen in der Sekundarstufe dar. Wurde der basale Lernstoff der Grundschulmathematik hingegen erworben, dann begünstigt dies auch bessere Lernleistungen zu weiterführenden mathematischen Inhalten. (Schulz A./Leuders T. 2013. Fokussierte Kompetenzbereiche in Lernstand 5 Mathematik – Begründung und Konsequenzen. Internes Arbeitspapier); „Kenntnis des basalen Lernstoffes der Grundschule ist Prädiktor für spätere Mathematikleistung“ (Moser Opitz, E. 2013. Rechenschwäche - Dyskalkulie: Theoretische Klärungen und empirische Studien an betroffenen Schülerinnen und Schülern. Bern: Haupt.)

Im Fach Deutsch wurde als Basiskompetenz der Kompetenzbereiche Lesen ausgewählt: „Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation par excellence und eine zentrale Voraussetzung für die Teilhabe an vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.“ (Artelt, C. u. a. 2007. Förderung von Lesekompetenz. Expertise. Hrsg. Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bonn/Berlin. http://www.fachportal-paedagogik.de/guide-bildungsforschung/mlesen.html?Id=31410 )

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Warum erhalten die Schulen zwei Wochen Zeit, um Lernstand 5 durchzuführen?

Der zweiwöchige Zeitraum wurde aus inhaltlichen und organisatorischen Gründen veranschlagt.

Inhaltlicher Grund: Bei einem förderdiagnostischen Verfahren wie Lernstand 5 steht der Erkenntnisgewinn der Fachlehrkraft bezüglich einzelner Schülerinnen und Schüler im Vordergrund und weniger der Vergleich der Klasse mit Parallelklassen oder der Schule insgesamt. Es handelt sich auch nicht um ein Instrument, das die Eignung für eine Schulart bewertet. Die Ziele von Lernstand 5 finden Sie auf der Internetseite unter Konzeption .

Organisatorischer Grund: Die einzelnen Schulen und Schularten haben für die ersten Schulwochen jeweils spezifische Startphasen und Rituale entwickelt, wofür ein bestimmter Zeitpuffer eingeplant werden muss. Um den Schulen organisatorische Freiräume zu lassen, wurde der Einsatzzeitraum auf zwei Wochen erweitert.

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Ist die Durchführung auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich?

Für die Durchführung von Lernstand 5 ist der Testzeitraum der zweiten und dritten Schulwoche im jeweiligen Schuljahr durch das Kultusministerium verbindlich festgelegt. Ausnahmen bezüglich der Durchführung außerhalb dieses Zeitraums sind deshalb nicht möglich.

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Ist eine besondere Vorbereitung auf Lernstand 5 sinnvoll?

Ein gezieltes inhaltliches Üben oder eine Vorbereitung auf die Lernstandsanalyse (Ebene I) ist nicht sinnvoll, da der Lernstand der Schülerinnen und Schüler für das weitere Lernen in der neuen Klasse objektiv ermittelt werden soll. Mit der Klasse kann jedoch die Zielsetzung hinsichtlich eines gelingenden Weiterlernens in der neuen Schule vorab besprochen werden. Die Schülerinnen und Schüler sollten darin unterstützt werden, die Tests motiviert und sorgfältig zu bearbeiten.

Für Schülerinnen und Schüler ggf. neue Testformate wie der Lesegeschwindigkeitstest sollten unmittelbar vor der Testung gemäß den Hinweisen für Lehrkräfte in der „Anleitung zu Durchführung und Auswertung“ ausreichend besprochen werden.

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Welche Informationen können Eltern und Erziehungsberechtigte vorab zu Verfügung gestellt werden?

Auf der Internet-Seite www.lernstand5-bw.de können sich Eltern und Erziehungsberechtigte direkt informieren. Hier werden grundlegende Fragen zu Lernstand 5 beantwortet. Das Landesinstitut stellt zusätzlich das Dokument „Hinweise für Eltern und Erziehungsberechtigte“ in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch, Kroatisch, Russisch und Türkisch zum Download bereit. Den Lehrkräften wird empfohlen, dieses Dokument zu vervielfältigen und an die Eltern und Erziehungsberechtigten der fünften Klassen zur Information über das Verfahren auszugeben.

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Müssen die Parallelklassen einer Schule pro Fach gleichzeitig schreiben?

Bezüglich der Durchführung in Parallelklassen macht das Kultusministerium keine Vorgaben bei Lernstand 5: Die Schulleitungen sollten die Durchführung an der eigenen Schule planen und mit den betreffenden Kolleginnen und Kollegen abstimmen. Hinsichtlich verschiedener Testtermine für Parallelklassen sollte das „Für und Wider“ gut abgewogen werden.

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Muss bei den Vergleichsarbeiten die jeweilige Fachlehrkraft Aufsicht führen?

In den amtlichen Vorschriften gibt es hinsichtlich der Aufsicht bei der Durchführung bei Lernstand 5 keine Regelungen.

Die Schulleitungen sind für die ordnungsgemäße Durchführung von Lernstand 5 zuständig und damit auch für die Festlegung des Zeitpunkts der Durchführung am Einsatztag und für die aufsichtführenden Lehrkräfte. Eine Schulleitung kann die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung dabei auch an andere Personen bzw. Teams der Schule weitergeben.

Da es sich um ein standardisiertes Verfahren handelt, ist es aus Sicht des Landesinstituts nicht notwendig, dass die jeweilige Fachlehrkraft beim Schreiben des Tests auch die Aufsicht führt. Diese kann aus stundenplantechnischen oder weiteren Gründen ebenso von anderen Kolleginnen und Kollegen wahrgenommen werden.

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Wie ist mit fehlenden Schülerinnen und Schülern umzugehen?

Hierzu gibt es keine Aussagen seitens des Kultusministeriums. Die Schule kann deshalb mit fehlenden Schülerinnen und Schülern umgehen, wie sie es aus pädagogischer Sicht für angemessen hält.

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Wie sind die Schülerinnen und Schüler zu motivieren?

Mit der Klasse kann die Zielsetzung von Lernstand 5 hinsichtlich eines gelingenden Weiterlernens in der neuen Schule vorab besprochen werden. Die Schülerinnen und Schüler sollten darin unterstützt werden, die Tests motiviert und sorgfältig zu bearbeiten.

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Ab wann können die Testhefte nach Hause gegeben werden?

Der Einsatz der Lernstandserhebung Lernstand 5 wird durch die Verwaltungsvorschrift (Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zu den Lernstandserhebungen vom 20. Mai 2016) zu den zentral angefertigten Lernstandserhebungen geregelt. Laut VwV ist Lernstand 5 nicht Teil der Leistungsbewertung der Schülerinnen und Schüler. Zum Umgang mit den Ergebnissen heißt es dort: „Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen werden mit den Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und in den zuständigen Lehrer- bzw. Lerngruppenkonferenzen besprochen. Auf Wunsch werden die Lernstandserhebungen nach ihrer Auswertung den Schülerinnen und Schülern zum Verbleib mitgegeben.“ Dies kann nach Vorliegen der Ergebnisrückmeldung erfolgen.

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Können Testaufgaben aus Lernstand 5 archiviert und zu einem späteren Zeitpunkt weiter genutzt werden?

Die Testaufgaben der Lernstandsanalyse (Ebene I) bei Lernstand 5 können auf den schulischen Rechnern archiviert werden. Dabei ist zu beachten, dass diese dem Urheberrecht unterliegen. Die an der Schule befindlichen Aufgaben dürfen daher nach der Durchführung nicht als Sammlung an die Schülerinnen und Schüler ausgehändigt werden. Aus urheberrechtlicher Sicht können einzelne Aufgaben vergangener Jahre in Klassenstärke kopiert werden. Die Schülerinnen und Schüler sind jedoch darüber zu informieren, dass die Testaufgaben urheberrechtlich geschützt sind und deshalb nicht weiter verbreitet werden dürfen (beispielsweise durch Einstellen ins Internet).

Aus didaktischer Sicht ist in Bezug auf einen weiterführenden Einsatz von Testaufgaben im Unterricht zu beachten, dass sich diese Aufgaben nicht als Lern- und Übungsaufgaben eignen.

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Dürfen Lernstand 5-Tests vergangener Jahre als Klassenarbeit eingesetzt werden?

Die zentrale Funktion von Lernstand 5 liegt in der Diagnose und Förderung zu Beginn von Klassenstufe 5, um einen gelingenden Übergang in die auf der Grundschule aufbauenden Schularten zu gestalten.

Der Einsatz eines gesamten Tests oder Testbereichs als benotete Klassenarbeit ist nicht intendiert und auch nicht wünschenswert, da es zwar Gemeinsamkeiten zwischen Klassenarbeiten und Lernstandserhebungen gibt, aber auch relevante Unterschiede: Im Rahmen von Lernstand 5 werden die Bewertungsmaßstäbe empirisch ermittelt und die Aufgaben sind für diese Messung optimiert. So werden beispielsweise aus messtechnischen Gründen bei Lernstand 5 keine teilrichtigen Lösungen vergeben, dies ist in Klassenarbeiten jedoch möglich und üblich. Die Zuweisung der Leistungen zu Lernstandsstufen erfolgt bei Lernstand 5 folglich in anderer Form als die Ermittlung von Noten bei Klassenarbeiten. Auch ist der unmittelbare Bezug zum zurückliegenden Unterricht in der Regel bei Klassenarbeiten höher als bei Lernstand 5, da in diesem förderdiagnostischen Verfahren die in der Grundschule erworbenen Basiskompetenzen überprüft werden.

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Wie lange sind die Ergebnisse der Lernstandserhebungen aufzubewahren?

Wir empfehlen, das Dokument „Ergebnisrückmeldung für die Schulleitung“ mindestens fünf Jahre aufzubewahren, da die Lernstandserhebungen ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung sind und der Unterrichts- und Schulentwicklung dienen.

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Müssen die Lernstand 5 - Ergebnisrückmeldungen verpflichtend genutzt werden?

Die Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zu den zentral angefertigten Lernstandserhebungen vom 20. Mai 2016 regelt, dass „die Ergebnisse der Lernstandserhebungen [...] mit den Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und in den zuständigen Lehrer- und Lerngruppenkonferenzen besprochen“ werden.

Die Ergebnisrückmeldungen zu Lernstand 5 können auch als Grundlage der Entwicklung von Förderkonzepten dienen, die in der Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über das Aufnahmeverfahren für die auf der Grundschule aufbauenden Schularten; Orientierungsstufe vom 4. November 2015 festgelegt wurde.

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Wie werden Eltern und Erziehungsberechtigte über die Ergebnisse von Lernstand 5 informiert?

Die Information der Eltern und Erziehungsberechtigten bezüglich der Ergebnisse von Lernstand 5 ist gemäß Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zu den zentral angefertigten Lernstandserhebungen vom 20. Mai 2016 (Inkrafttreten am 1. August 2016) verpflichtend. Dort heißt es: „Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen werden mit den Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und in den zuständigen Lehrer- bzw. Lerngruppenkonferenzen besprochen. Auf Wunsch werden die Lernstandserhebungen nach ihrer Auswertung den Schülerinnen und Schülern zum Verbleib mitgegeben.“

Die Form der Benachrichtigung bestimmt die Schule selbst. Ein einheitliches Vorgehen für alle Klassen wird jedoch empfohlen. Den Lehrkräften wird das Formular „Rückmeldung an die Eltern und Erziehungsberechtigten“ zur Verfügung gestellt, welches sie hierfür verwenden können.

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In welcher Form sind die Ergebnisse von Lernstand 5 mit den Eltern und Erziehungsberechtigten zu besprechen?

Die Eltern könne mit dem Formular „Rückmeldung an die Eltern und Erziehungsberechtigte“ informiert werden. Darüber hinaus können die Lehrkräfte die Gesamtergebnisse der Klasse bzw. Lerngruppe mit den einzelnen Schülerinnen und einzelnen Schülern im Unterricht besprechen. Außerdem können diese auch im Rahmen eines Elternabends thematisiert werden.

Wenn die individuellen Ergebnisse dazu Anlass geben, nimmt die einzelne Lehrkraft das Gespräch mit einzelnen Schülerinnen und Schülern und/oder mit einzelnen Eltern auf. Dies heißt nicht, dass zwingend mit allen Eltern und allen Schülerinnen und Schülern ein Einzelgespräch geführt werden muss.

Ebenso wird auf Wunsch der Eltern ein Gespräch über die individuellen Ergebnisse der Schülerin oder des Schülers geführt. Die Nutzung eines Elternsprechtages ist eine gute Möglichkeit, einem diesbezüglichen Anliegen der Eltern zu entsprechen.

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Wie werden die persönlichen Daten der Schülerinnen und Schüler geschützt?

Das Landesinstitut für Schulentwicklung nimmt den Schutz der persönlichen Daten sehr ernst und hält sich strikt an die Regelungen des Gesetzes zum Schutz personenbezogener Daten (Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg), deren Einhaltung durch den behördlichen Datenschutzbeauftragten kontrolliert wird. Personenbezogene Daten werden auf dieser Webseite nur im technisch notwendigen Umfang erhoben.

Die Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zu den zentral angefertigten Lernstandserhebungen vom 20. April 2016 regelt, dass die Lernstandserhebungen zur „Ermittlung des Lernstands von Klassen und von einzelnen Schülerinnen und Schülern [...] dient“. Insofern ist die Zuordnung von Schülerinnen und Schülern zu deren Rückmeldungen erforderlich.

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Wie soll mit den Testheften und den Ergebnisrückmeldungen umgegangen werden?

Der Einsatz der Lernstandserhebung Lernstand 5 als förderdiagnostisches Verfahren wird durch die Verwaltungsvorschrift vom 20. Mai 2016 (K. u. U. vom 15. Juli 2016, S.183) zu den zentral angefertigten Lernstandserhebungen geregelt, darin heißt es: „Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen werden mit den Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und in den zuständigen Lehrer- bzw. Lerngruppenkonferenzen besprochen. Auf Wunsch werden die Lernstandserhebungen nach ihrer Auswertung den Schülerinnen und Schülern zum Verbleib mitgegeben.“ Dies kann nach dem Vorliegen der Ergebnisrückmeldungen erfolgen.

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Wo findet man Hinweise zur Förderung?

In der Ergebnisrückmeldung selbst und in den fachspezifischen Dokumenten „Erläuterungen zu Testbereichen, Indikatoren und Stufenmodellen“ finden sich weiterführende Hinweise zur Ableitung von Fördermaßnahmen aus den Ergebnissen der Lernstandsanalyse.

Für eine gezielte Weiterarbeit im Unterricht stehen darüber hinaus im Online-Portal Lernstandserhebungen unter dem Menüpunkt „Diagnosegeleitete Förderung (Ebene II) Fördermaterialien“ konkrete Fördermaterialien zur Verfügung.

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Wo erhält man das Fördermaterial?

Das Material steht im Online-Portal Lernstandserhebungen unter dem Menüpunkt „Diagnosegeleitete Förderung (Ebene II) Fördermaterialen“ zur Verfügung.

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Wie sind die Fördermaterialien aufgebaut?

An die Lernstandsanalyse sollte sich eine systematische Weiterarbeit anschließen. Nachdem für die einzelnen Bereiche festgestellt wurde, auf welcher Stufe ein Lernender steht, kann über die Art der Förderung entschieden werden. Die Fördermaterialien sind so aufgebaut, dass sie den individuellen Bedürfnissen der Lernenden entsprechen und somit verschiedene Förderziele verfolgen.

Mathematik:

Für das Fach Mathematik stehen im Online-Portal Lernstandserhebungen Fördermaterialien bzw. Hinweise zur Förderung für die Testbereiche Operationsverständnis und Zahlverständnis zur Verfügung. Einen Überblick über den Aufbau der Fördermaterialien zum Operationsverständnis und den Einsatz im Unterricht gibt das Dokument „Einführung in die Fördermaterialien – Operationsverständnis“. Vielfältige Möglichkeiten der Umsetzung erläutert das Dokument „Einsatz der Fördermaterialien in der Schulpraxis“, das ab dem Schuljahr 2017/18 zur Verfügung steht.

Deutsch:

Für das Fach Deutsch stehen Fördermaterialien für die Lesegeschwindigkeit und das Leseverständnis im Online-Portal Lernstandserhebungen zur Verfügung. Hinweise zu den Fördermaterialien für die Lesegeschwindigkeit werden in dem Dokument „Lesegeschwindigkeit: Grundlagen, Förderhinweise und Materialien“ erläutert. Einen Überblick über den Aufbau der Fördermaterialien zum Leseverständnis und den Einsatz im Unterricht gibt das Dokument „Einführung in die Fördermaterialien – Leseverständnis“.

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Müssen die Fördermaterialien verpflichtend genutzt werden?

Grundsätzlich ist eine Implementation von Fördermaßnahmen in der Orientierungsstufe für die Schulen durch eine Verwaltungsvorschrift festgelegt (siehe: Amtsblatt Kultus und Unterricht. (2015). Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über das Aufnahmeverfahren für die auf der Grundschule aufbauenden Schularten; Orientierungsstufe - Verwaltungsvorschrift vom 4. November 2015. Ausgabe: 2015, Nr. 21, S. 415-424, Veröffentlichungsdatum 01.12.2015).

Die im Rahmen von Lernstand 5 angebotenen Fördermaterialien sind optional einsetzbar. Die Lehrkraft wählt für die jeweils spezifische Situation ihrer Klasse sowie ihrer Schülerinnen und Schüler die passenden Lernangebote aus. Empfohlen wird eine zeitnahe Förderung im Anschluss an die Auswertung der Ergebnisrückmeldungen und vor den ersten Leistungsbeurteilungen in der neuen Klasse.

Bitte beachten Sie, dass auch die Fördermaterialien urheberrechtlich geschützt sind und somit nicht weiter verbreitet werden dürfen (beispielsweise durch Einstellen ins Internet).

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Zuletzt geändert am 20.07.2017

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